Schaufenster 2013

Die Internetseite mit den Appsurditäten war fertiggestellt, als wir getrennt voneinander in der Zeitung von dem Schaufensterwettbewerb gelesen hatten.

Die Werbegemeinschaft Innenstadt in Mülheim veranstaltete diesen, um sogenannten Kreativschaffenden die Möglichkeit zu bieten, Schaufenster als Ausstellungsort für ihre Werke zu nutzen und gleichzeitig die Innenstadt zu beleben.

Es wurde zu einem Speeddating eingeladen, bei dem sich die teilnehmenden Kreativschaffenden und die Einzelhändler finden sollten, um gemeinsam dieses Projekt anzugehen.Recht spontan meldeten wir uns dafür an, mit der Idee, die Appsurditäten zu präsentieren.

Der nächste Schritt war die Überlegung, in welcher Form dies möglich sein konnte. Nach einigen Brainstormings wollten wir ausgewählte Cartoons entweder nachbauen oder in der Realität nachstellen und fotografieren.

Mit diesem Grundkonzept ging es dann zu dem Treffen mit den Einzelhändlern, wo wir uns noch während der Vorstellungsrunde fragten, ob unsere Idee, wirklich an diesem Wettbewerb teilzunehmen, wirklich gut war, denn die Kreativschaffenden, die sich vorstellten waren Maler, Bildhauer, Fotografen, Sattler. Mit unseren Cartoons kamen wir uns schon recht verloren vor.

Umso schöner war es für uns, dass direkt nach der Vorstellungsrunde, wo auch wir unsere Idee kurz vorstellten, tatsächlich der ein oder andere Einzelhändler auf uns zukam, um sich genauer anzuhören und anzusehen (wir hatten natürlich einige der Cartoons dabei), was wir machen und bei dem Schaufensterwettbewerb vorhaben. In Herrn Pogge fanden wir dann auch sehr schnell den Partner, der uns eines seiner Schaufenster in der Innenstadt zur Verfügung stellen und uns nach Möglichkeit unterstützen wollte.

Ab hier fing dann die eigentliche Arbeit an. Das Schaufenster ausmessen, die Cartonns auswählen, die nachgebaut werden oder fotografiert werden sollten, entscheiden, wie die Fotos und Werkstücke präsentiert werden sollten, eine Materialliste erstellen.

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Jetzt ging es an das beschaffen der Materialien. Wir brauchten Smartphonedummies, eine aufgesägte Glasflasche, Dartpfeile, eine Malerrolle, einen Stempel in Form eines Smartphones, leere Farbeimer, etwas Holz, Tapetenreste, Sand und etliches mehr. Wir mussten einige Leute ansprechen, damit wir z.B. in einem Beichtstuhl und im Museum „Alte Post“ Fotos machen durften. Zum Glück waren alle Mülheimer, bei denen wir unser Anliegen vorbrachten, sehr entgegenkommend und erlaubten uns an diesen Orten Tätig zu werden.

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Die anderen Fotos mussten gemacht und die Werkstücke gebaut werden, damit dann final der Aufbau des Schaufensters erfolgen konnte, was auch noch einmal einen Vormittag in Anspruch nahm.

Endlich war es dann soweit und der Schaufensterwettbewerb wurde offiziell eröffnet.

Zusammen mit Händlern, Kreativschaffenden, Presse, Interessierten und auch uns, gab es einen Rundgang zu den Fenstern der Teilnehmer. Bei diesem Rundgang und auch danach, wenn wir an “unserem“ Schaufenster vorbeikamen, freuten wir uns sehr über die Reaktionen der Zuschauer. Es wurde geschmunzelt und gelacht.

Ziel erreicht – auch wenn es keinen Preis durch die Jury gab.

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